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Ayahuasca

unregistriert

1

Dienstag, 11. September 2012, 12:45

Wie lese ich eine Strategie richtig?

Da, gerade in Hinsicht auf die Schaffbarkeit der Goldenen Zwerge, immer mal wieder die Fragestellung aufkommt, wie man eine Strategie vernuenftig liest, sei an dieser Stelle ein kleines Tutorial zur Verfuegung gestellt.

Hinweis: mit "Strategie" ist das Ding unter "Wilde Keilerei - Meine Strategie" gemeint.



Ein paar Vorbemerkungen





  1. Der Grundgedanke der Strategie ist, dass Treffer auf ungeschuetzte Stellen deutlich mehr Schaden ziehen als Treffer auf geschuetzte Stellen. Als Beispiel: wenn ich im Angriff den Kopf aktiviert habe und der Gegner hat in der Verteidigung auch den Kopf eingestellt, mache ich bestenfalls Schaden am unteren Ende meiner Schadensspanne - normalerweise wird ein derartiger Treffer sogar einiges (!) unter meinem Minimalschaden liegen. Im Gegenzug: schlage ich auf ungeschuetzte Stellen, wird sich mein Schaden tatsaechlich in meiner Kampfspanne bewegen, Werte am Ende der oberen Schadensspanne sind also durchaus normal. Um es klar zu sagen: bei einigermassen gleichstarken Gegners ist der Unterschied zwischen einer komplett richtig und einer komplett falsch eingestellten Strategie der Unterschied zwischen 10x Gewonnen und 10x Verloren.
  2. Man kommt nicht umhin, sich 1-3 Kaempfe in ihrer kompletten epischen Breite reinzuziehen, wenn man die Strategie eines Gegners vernuenftig lesen moechte.
  3. Nur echte Treffer (Ohrfeigen, Bauchboxer (ohne dicken Bauch!) und Schienbeintritte) sind generell verwertbar. Sieh auch die naechste grosse Ueberschrift "Nicht auswertbare Treffer".
  4. Der Eindruck vermindert Schaden. Das hat zur Folge, dass ein Treffer leicht unterhalb des eigenen Minimalschadens trotzdem auf eine ungeschuetzte Stelle gegangen sein kann (siehe "Nicht auswertbare Treffer" / Punkt 3)


Nicht auswertbare Treffer


  1. Kritische Treffer (ob durch Wasserpistole abgefaelscht oder nicht) sind faktisch nutzlos.







    Leider kann man ihnen naemlich nicht ansehen, ob der zugrunde liegende Schlag auf den Kopf, die Koerpermitte oder die Beine gezielt hat.


  2. Der dicke Bauch (von der Trainingsart Bauchtraining) ist nicht verwertbar.







    Krankt am selben Problem wie die kritischen Treffer - man weiss schlicht nicht, welche Region der schlagende Zwerg urspruenglich angezielt hat. Leider ersetzt die Animation selbst Ohrfeigen und Schienbeintritte durch den aufgeblasenen Bauch, falls das Training greift.


  3. "wacklige" Zahlenwerte (ohne Screenshot) - einen ungefaehr gleichen Eindruck bei sich selbst und dem Gegner vorausgesetzt, gibt es recht viele Treffer, die nicht wirklich gut auswertbar sind. Ein Treffer, der sich sehr nah am Minimalschaden bewegt, kann naemlich zwei Ursachen haben. Entweder man hat im Bereich des Minimalschadens auf eine ungeschuetzte Stelle getroffen und dann ging noch ein bisschen was fuer den Eindruck ab, oder man hat im Bereich des Maximalschadens auf eine geschuetzte Stelle getroffen. Im Resultat steht eine aehnliche Zahl. Hier hilft nur, solche Treffer zu vergessen und auf "gute" Zahlen zu warten. Als Beispiel: bei mir (Kampfschaden 1800-2400) sind nur Zahlen unter 1600 und ueber 1900 aussagekraeftig. Unter 1600 heisst: geschuetzter Bereich getroffen, ueber 1900 heisst: ungeschuetzter Bereich getroffen. Die Zahlen dazwischen - nicht wirklich auswertbar.


Das eigentliche Strategielesen

Ich schaetze, die Vorgehensweise erklaert sich am besten anhand eines Beispiels. Nehmen wir uns mal den Testzwerg "Lou Serin", der dankenderweise von Spielwerk fuer dieses Tutorial zur Verfuegung gestellt wurde:







Fuers Strategielesen ist hierbei nur eine Zahl wichtig: der Nahkampfschaden in der ersten Zeile. Meiner schwankt um die 2000, der Nahkampfschaden des Gegners um 1000.

Als allererstes stellen wir eine Teststrategie ein, die uns den Einstieg ermoeglicht:





Erster Kampf

Im Verlauf der Animation sehen wir folgende Treffer von uns beim Gegner:

Wir geben dem Gegner eine Ohrfeige, unter anderem mit weniger als 1600 Schaden.





Wir boxen dem Gegner in den Bauch fuer ueber 2000:







Wir treten dem Gegner gegen das Schienbein mit unter 1600 Schaden:







Schlussfolgerung: Der Gegner hat offensichtlich den Kopf und das linke Bein (denn da wir nur das linke Bein im Angriff eingestellt haben, muessen unsere Schienbeintritte wohl zwangslaeufig allesamt gegen das linke Bein gegangen sein) geschuetzt, der linke Arm ist bei ihm allerdings nicht geschuetzt.

Ergo: wir muessen auf den linken Arm schlagen, Kopf und linkes Bein duerfen wir allerdings nicht.

Ansonsten sehen wir, wie der Gegner uns trifft:

Er tritt uns gegen das Schienbein:







wobei sich der Schaden hierbei generell zwischen 750 und 1000 bewegt.

Er boxt uns in den Bauch:







wobei sich die Schadenswerte hier zwischen 600 und 1000 bewegen.

Er gibt uns keine einzige Ohrfeige.

Schlussfolgerung: ist hier tatsaechlich etwas kniffliger :rolleyes: Das beste an Schaden, was der Gegner augenscheinlich erzielen kann (liegt uebrigens an unserem hohen Eindruck), sind mit Ach und Krach vierstellige Werte. Es liegt auf der Hand, dass derartige Treffer auf ungeschuetzte Bereiche bei uns gehen. Da uns der Gegner nun mit durchgaengig hohen Zahlen gegen das Bein tritt, wird das wohl bedeuten, dass er im Angriff das rechte Bein eingestellt hat - das linke haben wir ja geschuetzt. Die Koerpertreffer, die zwischen "ganz niedrig" und "ganz hoch" liegen, bedeuten, dass er sowohl eine ungeschuetzte als auch eine geschuetzte Stelle treffen muss. Die geschuetzte Stelle ist nun natuerlich der von uns bereits geschuetzte linke Arm - kommt ansonsten nur noch Torso und der rechte Arm in Frage.

Ergo: der Gegner hat im Angriff das rechte Bein, den linken Arm und "Torso oder rechter Arm" eingestellt.

Ein wenig ueberlegt, und unsere verbesserte Strategie lautet nun:







Die Logik dahinter ist recht einfach.

In der Abwehr habe ich die 50:50 Chance, dass die Strategie schon stimmt. Wenn mich der Gegner immer noch in der Koerpermitte mit "ganz wenig" und "ganz viel" trifft, dann ist der hinzugefuegte Torso falsch - der linke Arm muss ja stimmen. Wenn er generell mit "ganz wenig" trifft, hab ich richtig geraten.

Aehnlich im Angriff: eins von den beiden hinzugefuegten (Torso und rechtes Bein) muss stimmen - wir haben ja schon Kopf und linkes Bein ausgeschlossen. Wenn ich im folgenden Kampf nun sehe, dass ich generell hohen Schaden erziele, hab ich mal wieder richtig geraten. Wenn ich sehe, dass die Beintreffer schlecht sind, habe ich damit (mit dem ersten Kampf zusammen) den Kopf und beide Beine ausgeschlossen - muss also "die Arme und Torso" stimmen. Die dritte Moeglichkeit: wenn ich in der Koerpermitte sowohl "ganz hoch" als auch "ganz niedrig" erziele, dann ist der Torso falsch. Muessen es also demnach beide Arme und das rechte Bein sein.



Zweiter Kampf



Die Ergebnisse des zweiten Kampfs gibt es hier mal ohne Screenshots.

Ich treffe den Gegner: generell hoher Schaden, ich hab also schlicht richtig geraten.

Der Gegner trifft mich: die Beintritte erzielen nur noch bestenfalls 600 Schaden, wie erwartet. In der Koerpermitte trifft mich der Gegner aber immer noch zwischen 600 und 1000 - hier muss also der Torso doch falsch sein.

Daraus folgt die endgueltige Strategie:







Und die stimmt jetzt auch. Tadaa!

Wie man sieht: kein Hexenwerk. Nur ein wenig Logik :)

Gruss Aya...

Canis Lupus

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2

Mittwoch, 12. September 2012, 16:43

Vielen dank für deine tolle Arbeit.
Ich habe es schon in den Index aufgenommen.
Gruß Canis
Der Wolf, das Symbol für die tiefverborgenen Schattenbereiche unseres Seins,
Symbol für Stärke, Unabhängigkeit und Wildheit.